Nachdem wir uns bei einem feinen Nachtessen so gestärkt hatten, dass wir theoretisch einen Marathon hätten laufen können (Spoiler: taten wir nicht), stand zuerst Kultur auf dem Programm. Francesca hatte Geburtstag – also stellten wir uns geschniegelt (mehr oder weniger) hin und schmetterten ihr ein Geburtstagsständli. Ob sie vor Rührung oder wegen der Tonlage Tränen in den Augen hatte, bleibt ungeklärt.
Frisch gebrusht zogen wir los zum Obernaarenapero im Terminus. Leider hatte das Wetter beschlossen, auch mitzufeiern – allerdings als Sturm. Urmels Hut trat zur ersten grossen Bewährungsprobe an… und verlor spektakulär. In der hintersten Reihe hob nicht nur der Hut ab, sondern gefühlt auch der ganze Posaunenzug. Gemerkt haben das natürlich alle. Ausser sie selbst. 😊
Im Terminus angekommen, war die Stimmung irgendwo zwischen „ausgelassene Fasnacht“ und „Sardinendose mit Musik“. Das Lokal platzte aus allen Nähten. Es gab leckere Teigwaren und haufenweise Getränke. Die ersten Bohèmes kapitulierten angesichts der Dichte und retteten sich ins Zelt. Dort tröpfelten sie nach und nach ein, bis man meinen konnte, das Zelt sei offiziell in „Bohème-Hauptquartier“ umbenannt worden.
Irgendwann – vermutlich hat jemand heimlich an der Uhr gedreht – machten wir uns auf ins Kolping zum Frühstück. Einige entschieden sich allerdings für das „Frühstück in Ginform“ im Bohèmehaus. Dieses Menü hatte Nebenwirkungen. Nicht alle bestanden den Belastungstest.

Als wir dann geschniegelt und (halbwegs) wach bereit für den Bus waren, war der Bus… nicht bereit für uns. Bei der BOGG hatte man uns offenbar als optionale Zusatzbestellung behandelt. Also warteten wir. Und warteten. Aber statt zu jammern, spielten wir einfach auf dem Trottoir ein. Wenn schon Verspätung, dann mit Soundtrack.
Mit grosser Zeitverzögerung kamen wir bei der VEBO an, spielten unseren Auftritt und mussten direkt weiter. Sandwiches und Bier wurden kurzerhand in den Bus verlegt – „Catering to go“ für Fortgeschrittene. Die Werkhof-Mitarbeiter warteten schliesslich schon auf uns. Nach dem Auftritt im Werkhof fielen wir glücklich, zufrieden und minimal erschöpft ins Bett.


Am Abend trafen wir uns wieder – weil Schlaf sowieso überbewertet wird – zum Laternenfest. Das Wetter hatte ein Einsehen (vermutlich hatte es genug vom Hut). Wir bestaunten die Laternen und gaben bei drei Auftritten alles.

Schon fast traditionell zogen wir danach weiter zu den Aentebüsi zur Näschthockete für ein letztes Ständli. Dort wurde offiziell aufgelöst – zumindest theoretisch. Die einen blieben noch sitzen und genossen den Abend mit Sängern und anderen Guggen im Aentebüsi-Lokal, die anderen suchten ihr Bett. Jeder nach seinem Gusto.