«Höt esch Fez» war auch dieses Jahr wieder das Motto unseres geliebten Hilaris.
Am Hilari übernehmen seit längerer Pause die Narren (oder in Olten Naaren) wieder das Zepter uns so wird traditionsgemäss in Olten der neue Obernaar mit der Fez-Übergabe ins Amt gerufen.
Tiefer verankert lädt der Hilari zur Feier des Namenstags des Heiligen Hilarius ein – dem fasnächtlichen Schutzpatron.
Frei nach der lateinischen Übersetzung «hilaris» ist der Hilari jeweils ein fröhlicher und heiterer Tag, auf welchen wir uns immer riesig freuen.
Mit dieser Vorfreude startet der Hilari um 12.45 Uhr mit der Besammlung vor dem Bohème-Haus. Wieder in unsere Wasserkriegerkostüme geschlüpft, testeten wir beim Einspielen vor dem Bohème-Haus unser musikalisches Feingefühl. Alles sitzt, weshalb wir uns sogleich auf in die Schützi machten, wo unser erster Auftritt bei unseren Freunden der Guggi-Zunft stattfand.
In der Schützi angekommen, fand ein lang ersehntes Wiedersehen mit unseren Freunden des CCWs (Carneval Club Wiesbaden) statt. Eine kleine Delegation des Clubs fand sich in Olten ein, um mit uns gemeinsam den Hilari zu bestreiten und unsere Freundschaft zu bekräftigen … äh .. begiessen.
Gut gelaunt begleiteten sie uns durch unser Hilari-Programm und bereicherten uns immer wieder mit lustigen Geschichten und Anekdoten aus dem Leben sowie aus der Deutschen Fasnachtskultur. Schön, dass ihr da wart!
Nach einem gelungenen Auftritt im Fasnachtszelt in der Schützi blieb nur kurz Zeit für eine Getränkepause. Kurzerhand wurden wir für die Neumitgliederaufnahme von Nora bei der Rätschwyber Zunft vor dem Kunstmuseum rekrutiert. Als Pausenunterhaltung des legendären Unihockeyspiels «Winti-Classics» verzückten wir die anwesenden Fans mit einem Ständchen und feuerten die beiden Mannschaften zu Höchstleistungen an («Highway to hell»).
Nach einer etwas längeren Getränkepause bei unserem Bohème-Barwagen zeigten wir anschliessend unser musikalisches Talent auf der «Chelestäge». Nun bestätigte sich leider erstmals, dass der Wettergott nicht ganz auf unserer Seite war. Während es am Mittag noch trocken war, liess die für Olten typische graue Himmelssuppe immer mehr Schneeflocken auf die Erde rieseln.
Zum Glück konnten wir nach dem Auftritt zeitnah ins Bohème-Haus verschieben, wo wir uns vom Wetter erholen und aufwärmen konnten.
An dieser Stelle sei ein grosser Dank den Helfenden beim Barwagen ausgesprochen, welche dem kargen Wetter den ganzen Nachmittag trotzten. Vielen Dank!
Unglaubliche 7 Minuten zu früh, startet unser Präsident Rotscher in den Hilari-Bott. Für unsere Wiesbadner Gäste wurde die Sitzung in hochdeutsch abgehalten. Nicht immer konnte unser Hochdeutsch vom Mundart unterschieden werden oder vielleicht haben es gar nicht alle gemerkt, dass da noch eine andere Sprache mit dabei war …?
Zum Glück sprang Vijay spontan ein und übersetzte die Mundartlaudatios ins Hauchdeutsche und sorgte für den einen oder anderen Lacher. Danke Vijay!
Nach vielen wichtigen Informationen zur Fasnacht, zu unserem Bohème-Haus und zu unseren Kostümen wurden folgende Personen mit einer Laudatio geehrt:
- K.W. aus O. als unsere verdienstvolle Fasnächtlerin
- Nadine «Fasi» Degen (vormals Zimmermann) für ihre 20 Jahre Mitgliedschaft
- Dani für seine 30 Jahre Mitgliedschaft (WOOOOW!)
- Vijay (alias «Fidschi») und Katja (alias «K.W. aus O.) für ihre künstlerisches Schaffen rund um die Laterne
Die lustigen Anekdoten bei den Laudatios waren für viele ein Sprung in die Vergangenheit und zeigten wieder einmal, wie schön das gesellschaftliche Zusammensein innerhalb der Bohème-Musig ist.
Zum Schluss der Hilari-Bott Sitzung wurden wir alle Mitwisser eines grossen Geheimnisses. Der Startschuss für ON2028 ist gesetzt. Aber wir sagen nichts
.
Nach unserem Hilari-Bott ging es weiter in Richtung Ildefonsplatz, auf welchem die feierliche Fezübergabe des bisherigen Obernaaren Cosi Nostra zum neuen Obernaar Andrea Primo Secondo stattfand.
Trotz des anhaltenden, munteren Schneefalls war die Stimmung beim Turm locker und so wünschten wir einander und den anderen Fasnächtlern traditionsgemäss eine schöne Fasnacht.
Nach dem offiziellen Teil durfte ein musikalisches Ständchen unsererseits nicht fehlen. Perfekt war der Auftritt nicht, was wohl am Ehesten der künstlerischen Schaffenspause der 1. Posaune lag. 
Zurück im Bohème-Haus gab es der Tradition entsprechend einen Spaghettiplausch, bevor unsere beiden Fasnachts- und Bohème-Neulinge Dome und Flo zur Abendunterhaltung einluden. Mit verschiedenen Disziplinen stachelten sie den Ehrgeiz der Bohème-Mitglieder an und sorgten für eine lockere, gesellige Stimmung im Bohème-Haus. Als Siegerpokal wurde am Schluss feierlich eine hözlerne, goldene Zecke übergeben. Wer hat diesen «Gag» verstanden?
Nach dem offiziellen Teil liessen wir den Abend locker ausklingen, bevor wir dann nach einem gelungenen Hilari erschöpft und zufrieden den Heimweg antraten.
Alle gingen nach Hause? Nein, eine Gruppe unbeugsamer Rampensäue feierten am Guggilari bis tief in die Nacht hinein und sorgten dafür, dass unserem Schutzpatron Hilarius alle Ehre zuteil wurde und er uns hoffentlich als Gegenleistung mit einer tollen Fasnacht 2026 beehrt.
