Der Anfang bildet wie gewohnt das Brushen. Jedes Bohèmli wird auf «Black» getrimmt. Für einige Bohèmes und mir blieb vor dem Auftritt Zeit, an einem der Essensstände beim Platz der Begegnung etwas auszusuchen, es sollten geblatene Nudeln mit Poulet sein, nicht scharf. An einem der langen Holztische war die Bise derart aktiv, dass es mir Nudeln aus dem Becher herauswindete, die dann in der Luft einfroren und als Eisnudeln am Boden ankamen.
Relativ spätes Einspielen mit Maske vor dem Bohème Haus, gäng wie gäng. Kein Regen, tip top, aber eben die Bise. Danach freies Verschieben vor das Coop City.
21.08 h: Bühne B war bereitet (das ist die neben Bühne A) und wir konnten nach kurzem Warten aufstellen und musizieren. Ramona meldete bei den hohen Räten dafür drei Stücke an, was der FUKO-Rat allerdings ablehnte und vier verlangte; was dann wiederum Obernaar Andrea Primo Piatti nicht passte und uns schon nach drei entlassen wollte. Das ist ihm nicht gelungen – er hat etwa so viel Macht wie unser Präsident 😉
Masken gegen Hüte tauschen, etwas Pause bis zum Monsterkonzert.
Hierbei ist mir aufgefallen, dass auch dieses Jahr die «Neuen» nicht dabei waren, das war letztes Jahr schon so. Der ML hat für 2027 ganz klar ein Machtwort zu sprechen; sie können nicht weglassen, was sie noch gar nicht kennen.
Es nähert sich die Uhrzeit des Umzugs um 23 h, dessen Name ich nicht kenne, vielmehr merke ich ihn mir nicht. Ich lasse hier etwas Platz offen, den ihr gerne selbst ausfüllen dürft.
[ ]
Alle Laternen, etwas Tinnitus-Gefahr und Fackeln in einer z.T. über 1000 Jahre alten Altstadt, das alles kam und ging zum Glück vorbei.



Verschieben zum «Platz der Begegnung». Ein Doppel-Konzert mit den Schlosshüülern aus Lostorf konnte vor einer doch ansehnlichen Anzahl Zuhörern gegeben werden. Es war immer noch eisig kalt, kommt aber nicht an die legendären Verhältnisse damals in Lyss heran, einige mögen sich erinnern.
Nach diesem musikalischen Genuss trafen sich die Bohèmes mit einigen FUKO-Räten bei unserem Barwagen, wo die Verabschiedung des FUKO-Präsidenten Beat Loosli mit dem «Vreneli» zelebriert wurde – unglaubliche 19 Jahre hatte er dieses Amt inne. Er war sichtlich gerührt. Auch der designierte «Neue» war zugegen, sofern er dann dereinst auch gewählt wird. Übrigens, im Jahr 1928 wurde dieses komische Völkchen gegründet, sofern ich mich nicht irre, und wann tue ich das schon. Das Jubiläum trifft somit auf unser nächstes Obernaarenjahr.
Dieses Häufchen Menschen vor der Stäge lockte dann die Furmiclas und die Aente Büsis an, die uns ein Ständchen gaben, Danke dafür.
01.30 h Aufstellung vor dem Zelt. Unser Auftritt soll folgen, als Marco und ich in der Nähe des Eingangs bereit standen und ein Hurligugger (optisch war er ein roter Zwerg) zu uns kam und uns eindringlich warnen wollte ins Zelt zu gelangen; es sei einfach viel zu laut da drin. Ich fragte nach, was er meine, und er wiederholte einfach seine Warnung. Marco war geistesgegenwärtig und verwies ihn an Ramona. Ich weiss nicht, was sie zu ihm sagte, aber er gab auf. Interessant daran ist, dass er während unseres ganzen Auftritts zuvorderst ein mitwippender Zuhörer war. Ich kann nur mutmassen, glaube aber, dass der harte Eistee bei denen wirklich hart ist?!
Solider Auftritt, es sollte der letzte für Ramona als ML im Zelt sein, dazu später mehr.
Eingestanden, Abmarsch ins Bohème Haus. Wieder mal in Einerreihe vor unser geliebtes Bohème Haus gelatscht und danach dem Bohèmli auf der Fassade ein letztes Stück getrötet und geklopft… aber Nein, das ist der Text von 2025.
In Wahrheit wurden unterwegs von vorausgeeilten Bohèmes Vulkane am Wegesrand angezündet, bis wir im Bohème-Haus ankamen. Das Haus selbst war mit einem Banner bestückt, das Ramona für 13 Jahre musikalische Leitung dankte. Das Bohèmli an der Fassade, das immer auf uns wartet, wurde gelb/blau beleuchtet. Nach dem Wunsch von Ramona spielten wir «The Best», danach ging wohl jeder Einzelne von uns bei ihr vorbei und sagte ein paar Worte. Es fanden sich Fotos von Ihrer «Karriere» die man bestaunen konnte. Vielen Dank Ramona, für diese Unmengen an Nerven, die wir Dich gekostet haben! Du darfst nun wieder in die 2. Reihe treten.
Ich weiss nicht, wie man diese zurückliegende Leistung wirklich würdigen kann, aber ich denke, das kam in dieser Form auf dem Weg zum und vor dem Bohème-Haus gut an, bei uns und bei Ramona.

Letztlich heisst das jetzt Auflösung, das war’s, also Weeeeeehklaaaaaaagen!
Rösti: Vij ond Mäse haben 6 kg Rösti, Wörschtli, Speck und Spiegeleier vorbereitet, um die Rückkehrenden um ca. 5 h zu verpflegen. Vieeeeeeelen Daaaaank – auch an Marteli, das bei der Zuteilung behilflich war.

Marco und ich sind noch in’s Ring, in dem wir paar andere Fasnächtler antrafen. Sie gingen vor uns nach Hause, ich glaube, wir waren somit die Letzten. Dann fing es an zu schneien…
Es schliesst sich der Kreis, einmal mehr, Ende, Aus.