Der FUKO-Abend startete traditionsgemäss mit dem Säli-Tropfi-Zöögli durch beide Säle. Ein bisschen Gedränge, viel Lärm, noch mehr Vorfreude – und schon stand Obernarr Andrea Primo Secondo bereit, um den Abend offiziell zu eröffnen.
Kaum war das erledigt, gehörte die Bühne bereits den ersten Guggen, gefolgt vom Programm der Sängercliquen. Wie immer eröffneten die Kleinsten der Kleinen. Und wie jedes Jahr erwischt man sich dabei, wie man einzelne zappelige Zwerge anstarrt und sich fragt, ob sich da überhaupt noch jemand auf den Text konzentrieren kann – wobei man ihn manchmal vor lauter Kindergewusel sowieso nicht versteht.
Gegen Ende des ersten Teils hiess es für uns: bereitmachen. Dieses Jahr allerdings nicht «wie immer». Aufgrund von Brandschutzvorschriften durften grosse Instrumente gefühlt nirgends mehr stehen. Zuerst sollten die Dinger in den ersten Stock, dann doch nicht, dann in die Garderobe, die man sich praktischerweise mit anderen teilen durfte. Entsprechend gross war das Mimimiii im Hintergrund und die allgemeine Feststellung: «Das esch doch dämlech.» Aber wie so oft: irgendwie ging’s trotzdem und wir konnten unseren Auftritt solide abliefern.
Direkt danach die Umzugsprämierung. Die Hoffnung auf einen Platz weit vorne war spürbar – schliesslich hatten uns andere Guggen bereits gute Chancen ausgerechnet. Als Rang 4 und 5 vergeben waren, lag da diese Ahnung plötzlich in der Luft. Und tatsächlich: Rang 3 für uns! Ein grosses Dankeschön an die Kleidergruppe, Maskenbaugruppe, Wagenbauer*innen und Laternenmaler*innen – ohne euch kein Gesamtbild, ohne Gesamtbild kein Podest.


Weiter ging’s mit dem zweiten Teil der Sängercliquen. Nachdem auch die letzten Sänger aufgetreten waren, folgte die Ehrung der VVF (Verdienstvollen Fasnächtler). Diese Ehre stand dieses Jahr mir zu und hier wird’s beim Schreiben etwas schwierig. Ich kann mich selber schlecht loben im Text, deshalb nur kurz: Bravo Katja. Mehr gibt’s dazu nicht zu sagen 😉. Ich hatte mit einem kurzen Händeschütteln gerechnet… stattdessen folgte ein gefühlter Daueraufenthalt unter Scheinwerfern.
Zuerst die Ehrung der Betreiber des HC-Zelts, die über Jahre ein wichtiger Teil der Oltner Fasnacht waren und nun leider aufhören. Danach – nicht offiziell angekündigt – die Verabschiedung von FUKO-Präsident Beat Loosli. Alle Zunftmeister*innen und Präsident*innen überreichten ihm ein Gemälde von Christof Schelber mit der ersten Oltner Plakette (als Beat Loosli zum ersten Mal Präsident war) und der letzten, diesjährigen – was ihn sichtlich berührte. Und dann noch der Abschied von Obernarr Andrea Primo Secondo mit dem Lied «Für immer uf di». Die VVF’s standen mittlerweile irgendwo am Bühnenrand, Fluchtwege gleich null. Also hiess es mitsingen… oder zumindest so aussehen, als wüsste man den Text. Spoiler: wussten wir nicht. Also wurde halt geschunkelt.
Irgendwann – schweissgebadet in Winterkostümen, die draussen perfekt sind, unter Scheinwerfern aber eher nicht – durften wir die Bühne endlich verlassen und uns umziehen. Mit rund einer Stunde Verspätung endete schliesslich auch dieser FUKO-Abend – und damit die Oltner Fasnacht 2026.